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Not macht erfinderisch

Im Pflege- und Medizinbereich einsetzbare Gesichtsmasken sind in der Corona-Krise Mangelware. Umso schwieriger ist es, das Ansteckungsrisiko für Klienten wie Mitarbeitende wirksam zu minimieren. In dieser Not befand sich auch die Diakonie Stiftung Salem mit ihren rund 2.800 Mitarbeitenden und rund 3.000 Menschen mit Pflege- oder Unterstützungsbedarf.

Die rettende Idee hatte Stephan Richtzenhain, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Sitex. Er entwickelte eine wiederverwertbare Hybrid-Gesichtsmaske, die sogar im OP-Bereich einsetzbar ist. In der Diakonie Stiftung Salem mit ihrem kaufmännischen Vorstand Christian Schultz fand er einen agilen Partner, um die Neuentwicklung schnell zur Einsatzreife zu bringen.

Unter Leitung der Oberin Andrea Brewitt wurde das Diakonissen-Mutterhaus kurzerhand in eine Näh-Manufaktur verwandelt. Unterstützung erhielten die Schwestern von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Diakonie. Freiwillige aus etlichen Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Minden brachten sich ebenfalls ein. "Anfangs musste viel improvisiert werden", räumt Schwester Andrea Brewitt ein, "doch war allen Mitwirkenden bewusst, wie wichtig ihr Einsatz ist."

Innerhalb einer Woche konnten genügend Gesichtsmasken gefertigt werden, um alle Mitarbeitende der Altenhilfe und Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe zu versorgen.

"Seitdem kann ich etwas beruhigter schlafen", gibt Thomas Lunkenheimer, Theologischer Vorstand der Diakonie Stiftung Salem, zu. "Wir hatten von Anfang an den Anspruch, nur wirksame Schutzausrüstung einzusetzen", so Christian Schultz. Die im privaten Bereich genutzten einfachen Stoffmasken sind für die Pflege nicht geeignet.

Mit im Mutterhaus in Minden gefertigten Hybrid-Gesichtsmasken wurden mittlerweile auch das Herz- und Diabetes-Zentrum in Bad Oeynhausen sowie die Charité in Berlin versorgt. "Das macht uns auch ein bisschen stolz", erklärt Andrea Brewitt. So konnten auch über Minden hinaus Menschen geschützt und womöglich Leben gerettet werden.

Das entwickelte Produkt, bestehend aus zwei Komponenten, den Textilen Masken sowie einem Einlagefilter, erfüllt in dieser Kombination alle wesentlichen Anforderungen der EN 14683:2019 für präventive Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS). Die Firma Sitex ist mittlerweile zur Serienfertigung der Hybrid-Gesichtsmasken übergegangen und kann inzwischen auch große Mengen ausliefern. "Die Not hat uns im wahrsten Sinne des Wortes erfinderisch gemacht", so Stephan Richtzenhain. Die aus einem Tencel-Mischgewebe hergestellten Masken genügen zudem den Kriterien der Nachhaltigkeit. "Auch, wenn Schleichwerbung sonst nicht unser Ding ist, können wir die Masken der Firma Sitex nur weiterempfehlen. Denn nur die sind Mutterhaus-geprüft", merkt Pfarrer Thomas Lunkenheimer mit einem Schmunzeln an. Das Ganze ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Für Beratungen und Bestellungen ab 100 Stück können Sie sich per E-Mail an das Service-Center der Firma Sitex - Textile Dienstleistungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

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