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Gruppenfoto vor dem historischen Gebäude „Sarepta“ in Bethel: Rund 25 Teilnehmende der Konferenz „Die TagunG – Diakonie, Theologie und Gemeinschaft“ stehen gemeinsam auf einer Treppe und blicken in die Kamera. Die Gruppe besteht aus Frauen und Männern unterschiedlichen Alters, viele tragen Jacken und Schals. Das Bild vermittelt Gemeinschaft, Austausch und die gemeinsame Teilnahme an einer diakonisch-theologischen Tagung im März 2026.

Geteilte Mission – gemeinsame Verantwortung

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Unter dem Titel „Geteilte Mission – gemeinsame Verantwortung“ brachte die Tagung des Kaiserswerther Verband führende Stimmen aus Kirche, Diakonie und Wissenschaft zusammen. Im Fokus stand die Frage, wie beide Bereiche ihr gemeinsames Profil in Zeiten des Wandels stärken und Zukunft aktiv gestalten können.

Vom 17. bis 19. März 2026 fand in Bethel die Konferenz „Die TagunG – Diakonie, Theologie und Gemeinschaft“ des Kaiserswerther Verband statt. Unter dem Leitmotiv „Geteilte Mission – gemeinsame Verantwortung“ widmete sich die Veranstaltung der Frage, wie Kirche und Diakonie ihr gemeinsames Selbstverständnis schärfen und zukunftsfähig weiterentwickeln können.

Gastgeber waren die Stiftungen Sarepta und Nazareth, die den Teilnehmenden im Haus Nazareth einen Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen boten. Die Tagung knüpfte an die 2025 gestartete Reihe an, die bewusst theologische Perspektiven, diakonische Praxis und gelebte Gemeinschaft miteinander verbindet.

Zum Auftakt betonte Rüdiger Schuch die Notwendigkeit, bestehende Abgrenzungen zwischen Kirche und Diakonie zu überwinden. Zukunft entstehe dort, wo beide sich als untrennbare Einheit verstehen. Kirche sei diakonisch, politisch und zugleich ein Netzwerk, das Verantwortung für Menschen übernimmt. Im theologischen Abendgespräch hob Annette Kurschus hervor, dass alles Handeln in Kirche und Diakonie aus der Liebe Gottes hervorgehe. Das Verständnis von „Dienen“ müsse dabei neu gedacht werden – nicht als Ausdruck von Hierarchie, sondern als Miteinander auf Augenhöhe.

Einen praxisnahen Einblick bot Andrea Wagner-Pinggéra, die Bethel als Ort gelebter Kirche beschrieb. Sie machte deutlich, wie Tradition und Vielfalt zusammenwirken und wie wichtig es ist, das diakonisch-theologische Profil kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die kirchliche Perspektive ergänzte Ulf Schlüter, der betonte, dass Kirche und Diakonie ein gemeinsames Wesen und denselben Auftrag teilen: die Kommunikation des Evangeliums. Unterschiede bestünden vor allem in den jeweiligen Organisationsformen.

In seinem Abschlussvortrag stellte Daniel Wegner die Bedeutung von Kooperationen im Sozialraum heraus. Erfolgreiche Zusammenarbeit zeige sich insbesondere dort, wo gemeinsames Handeln konkrete Lebensräume verbessert, Partizipation ermöglicht und einen echten Mehrwert für die Menschen schafft.

Neben fachlichem Austausch prägten auch praktische Einblicke und geistliche Impulse das Profil der Tagung. Workshops ermöglichten es den Teilnehmenden, die vielfältige Arbeit in Bildung, Seelsorge und Verkündigung in Bethel kennenzulernen. Geschäftsführerin Susanne Munzert zog ein positives Fazit: Räume, in denen Kirche und Diakonie einander begegnen, seien essenziell für die Weiterentwicklung diakonischer Identität und gelebter Gemeinschaft. Der Kaiserswerther Verband steht seit über 100 Jahren für die Förderung diakonischer Arbeit in der Tradition der Mutterhausdiakonie. Als Netzwerk von rund 70 Diakoniewerken stärkt er Gemeinschaft, Austausch und die gemeinsame Verantwortung für eine diakonische Zukunft.

Mehr Infos unter: Aktuelles – Kaiserswerther Verband